{"id":14190,"date":"2026-10-20T21:10:18","date_gmt":"2026-10-20T21:10:18","guid":{"rendered":"https:\/\/weltundzeit.de\/?p=14190"},"modified":"2026-10-20T21:10:18","modified_gmt":"2026-10-20T21:10:18","slug":"deutsche-post-will-standardporto-auf-115-euro-erhohen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/weltundzeit.de\/?p=14190","title":{"rendered":"Deutsche Post will Standardporto auf 1,15 Euro erh\u00f6hen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Briefversand in Deutschland soll zum Jahreswechsel deutlich teurer werden. Die <strong>Deutsche Post<\/strong> plant, das Porto f\u00fcr einen Standardbrief ab <strong>2027<\/strong> um <strong>20 Cent<\/strong> auf <strong>1,15 Euro<\/strong> anzuheben. Damit w\u00fcrde der Preis erstmals deutlich \u00fcber der Marke von einem Euro liegen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch andere Briefarten sollen teurer werden. Besonders stark f\u00e4llt der geplante Aufschlag beim Maxibrief aus. Die neuen Preise sollen f\u00fcr die Jahre <strong>2027 und 2028<\/strong> gelten. Bevor die Erh\u00f6hung wirksam werden kann, muss allerdings noch die <strong>Bundesnetzagentur<\/strong> zustimmen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Standardbrief soll 21 Prozent teurer werden<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr den besonders h\u00e4ufig verschickten Standardbrief plant die Deutsche Post die gr\u00f6\u00dfte nominale Preiserh\u00f6hung, die es bei dieser Versandart bislang gegeben hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Preis soll von derzeit <strong>95 Cent auf 1,15 Euro<\/strong> steigen. Das entspricht einem Plus von <strong>20 Cent beziehungsweise 21,05 Prozent<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die wichtigsten geplanten \u00c4nderungen im \u00dcberblick:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Standardbrief:<\/strong> von 0,95 Euro auf <strong>1,15 Euro<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Kompaktbrief:<\/strong> plus 15 Cent auf <strong>1,25 Euro<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Gro\u00dfbrief:<\/strong> plus 55 Cent auf <strong>2,35 Euro<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Maxibrief:<\/strong> plus 2,10 Euro auf <strong>5,00 Euro<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Einschreiben:<\/strong> Preis bleibt unver\u00e4ndert<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit steigen die Kosten je nach Briefart sehr unterschiedlich stark.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Maxibrief verteuert sich besonders deutlich<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am st\u00e4rksten f\u00e4llt der absolute Preisanstieg beim <strong>Maxibrief<\/strong> aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier soll das Porto um <strong>2,10 Euro<\/strong> auf <strong>5 Euro<\/strong> steigen. Auch beim Gro\u00dfbrief f\u00e4llt der geplante Aufschlag mit <strong>55 Cent<\/strong> deutlich aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beim Kompaktbrief bleibt der Anstieg dagegen unter dem durchschnittlichen Rahmen. Er verteuert sich um <strong>15 Cent auf 1,25 Euro<\/strong>. Das entspricht einer Steigerung von <strong>13,64 Prozent<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Standardbrief liegt mit <strong>21,05 Prozent<\/strong> leicht \u00fcber dem durchschnittlich erlaubten Erh\u00f6hungsspielraum.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Bundesnetzagentur muss noch zustimmen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die neuen Preise sind noch nicht endg\u00fcltig beschlossen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die Umsetzung ben\u00f6tigt die Deutsche Post die Genehmigung der <strong>Bundesnetzagentur<\/strong>. Die Beh\u00f6rde hatte zuvor einen sogenannten Preiserh\u00f6hungsspielraum festgelegt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Demnach d\u00fcrfen die Einnahmen aus dem Briefversand f\u00fcr die Jahre <strong>2027 und 2028<\/strong> insgesamt um <strong>20,35 Prozent<\/strong> steigen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Innerhalb dieses Rahmens kann die Post selbst festlegen, welche Produkte st\u00e4rker und welche schw\u00e4cher verteuert werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dadurch ist es m\u00f6glich, dass einzelne Briefarten \u00fcber dem Durchschnitt liegen, solange die gesamte Preisentwicklung die Vorgaben der Bundesnetzagentur einh\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Sinkende Briefmengen erh\u00f6hen Kosten pro Sendung<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Deutsche Post begr\u00fcndet die geplanten Preiserh\u00f6hungen vor allem mit dem seit Jahren r\u00fcckl\u00e4ufigen Briefvolumen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Nikola Hagleitner<\/strong>, im Vorstand des DHL-Konzerns f\u00fcr Post &amp; Paket Deutschland verantwortlich, erkl\u00e4rte:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u201eDie Briefmengen sinken seit Jahren deutlich, w\u00e4hrend die Personal-, Energie- und Sachkosten steigen.\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gleichzeitig m\u00fcsse die Post weiterhin ein fl\u00e4chendeckendes Netz betreiben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dazu geh\u00f6ren unter anderem:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Briefk\u00e4sten<\/li>\n\n\n\n<li>Filialen<\/li>\n\n\n\n<li>Zustellfahrzeuge<\/li>\n\n\n\n<li>Sortierzentren<\/li>\n\n\n\n<li>Personal<\/li>\n\n\n\n<li>technische Infrastruktur<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Kosten fallen unabh\u00e4ngig davon an, ob t\u00e4glich mehr oder weniger Briefe verschickt werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kosten pro Brief steigen bei sinkendem Volumen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hagleitner verwies auf genau dieses Problem:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u201eWenn immer weniger Briefe \u00fcber diese Infrastruktur laufen, steigen die Kosten pro Brief zwangsl\u00e4ufig.\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Digitalisierung hat den klassischen Briefversand in den vergangenen Jahren deutlich ver\u00e4ndert. Rechnungen, Vertr\u00e4ge, Mitteilungen und private Nachrichten werden zunehmend elektronisch verschickt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dadurch verteilt sich die vorhandene Infrastruktur auf immer weniger Sendungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die Post bedeutet dies, dass ein einzelner Brief im Durchschnitt h\u00f6here Kosten verursachen kann, selbst wenn sich das Zustellnetz kaum ver\u00e4ndert.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Rund eine Milliarde Euro Investitionen pro Jahr<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach Angaben des Unternehmens investiert die Deutsche Post j\u00e4hrlich rund <strong>eine Milliarde Euro<\/strong> in ihr Post- und Paketnetz.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Geld flie\u00dft unter anderem in:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Elektrofahrzeuge<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li>neue Automaten<\/li>\n\n\n\n<li>technische Infrastruktur<\/li>\n\n\n\n<li>Modernisierung von Zustellprozessen<\/li>\n\n\n\n<li>Ausbau des Filial- und Paketnetzes<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die h\u00f6heren Portopreise sollen damit nicht nur steigende Betriebskosten ausgleichen, sondern auch zuk\u00fcnftige Investitionen erm\u00f6glichen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Pakete sollen ebenfalls teurer werden<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nicht nur Briefe werden von den geplanten Preis\u00e4nderungen betroffen sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch <strong>Pakete<\/strong> sollen f\u00fcr Privatkunden teurer werden. Konkrete neue Preise hat die Deutsche Post bislang jedoch noch nicht bekannt gegeben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dar\u00fcber hinaus steigen auch die Kosten f\u00fcr Gesch\u00e4ftskunden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit wird die Preisrunde deutlich breiter ausfallen als nur beim klassischen Briefporto.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Politik zeigt Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Erh\u00f6hung<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus der Politik kommt bislang grunds\u00e4tzlich Verst\u00e4ndnis f\u00fcr den Schritt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der SPD-Bundestagsabgeordnete <strong>Sebastian Roloff<\/strong> verwies darauf, dass die Briefmengen stark zur\u00fcckgegangen seien.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er erkl\u00e4rte:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u201eWichtig ist, dass wir die qualitativ hochwertige deutschlandweite Versorgung zu moderaten Preisen weiterhin sicherstellen k\u00f6nnen.\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Roloff verweist zudem auf einen Vergleich mit anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern. Deutschland liege beim Porto weiterhin vergleichsweise g\u00fcnstig.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Deutschland bleibt im europ\u00e4ischen Vergleich g\u00fcnstiger<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch nach der geplanten Erh\u00f6hung w\u00fcrde das Porto in Deutschland unter dem Niveau mehrerer Nachbarl\u00e4nder liegen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum Vergleich:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Deutschland ab 2027 geplant:<\/strong> 1,15 Euro<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Niederlande:<\/strong> 1,40 Euro<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Frankreich aktuell:<\/strong> 1,52 Euro<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Frankreich ab Jahreswechsel:<\/strong> 1,67 Euro<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Belgien:<\/strong> mindestens 1,58 Euro<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit bliebe der Standardbrief in Deutschland auch nach der Erh\u00f6hung g\u00fcnstiger als in diesen L\u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Neue Preise sollen zwei Jahre gelten<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die geplanten Entgelte sollen f\u00fcr <strong>2027 und 2028<\/strong> gelten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit erhalten Kunden und Unternehmen zun\u00e4chst f\u00fcr zwei Jahre Planungssicherheit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ob es anschlie\u00dfend erneut zu h\u00f6heren Preisen kommt, h\u00e4ngt unter anderem von der Entwicklung der Briefmengen, der Kosten und den regulatorischen Vorgaben ab.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die entscheidende Voraussetzung bleibt zun\u00e4chst die Zustimmung der Bundesnetzagentur. Erst danach kann die Deutsche Post die neuen Preise verbindlich einf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Entwicklung des Briefportos in Deutschland seit 1948<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seit den Anfangsjahren der Bundesrepublik hat sich das Porto f\u00fcr einen normalen Inlandsbrief deutlich erh\u00f6ht. Lange Zeit blieben die Preise \u00fcber Jahre stabil, seit den 2010er-Jahren wurden die Abst\u00e4nde zwischen den Erh\u00f6hungen jedoch wesentlich k\u00fcrzer. Die folgende \u00dcbersicht zeigt wichtige Preisstufen f\u00fcr einen Standardbrief bis <strong>20 Gramm<\/strong>:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>1948:<\/strong> <strong>20 Pfennig<\/strong> \u2013 ab September galt dieser Tarif f\u00fcr einen normalen Inlandsbrief bis 20 Gramm.<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liste_der_Briefgeb%C3%BChren_in_Deutschland\">\u00a0<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>1949:<\/strong> <strong>20 Pfennig<\/strong> \u2013 auch nach Gr\u00fcndung der Bundesrepublik am 23. Mai 1949 blieb der Preis zun\u00e4chst unver\u00e4ndert.<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liste_der_Briefgeb%C3%BChren_in_Deutschland\">\u00a0<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>1963:<\/strong> <strong>20 Pfennig<\/strong> \u2013 der Standardbrief kostete weiterhin 20 Pfennig.<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liste_der_Briefgeb%C3%BChren_in_Deutschland\">\u00a0<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>1966:<\/strong> <strong>30 Pfennig<\/strong> \u2013 erstmals seit langer Zeit wurde der Tarif deutlich angehoben.<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liste_der_Briefgeb%C3%BChren_in_Deutschland\">\u00a0<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>1971:<\/strong> <strong>30 Pfennig<\/strong> \u2013 der Brief bis 20 Gramm blieb zun\u00e4chst auf diesem Niveau.<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liste_der_Briefgeb%C3%BChren_in_Deutschland\">\u00a0<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>1972:<\/strong> <strong>40 Pfennig<\/strong> \u2013 schon ein Jahr sp\u00e4ter folgte die n\u00e4chste Erh\u00f6hung.<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liste_der_Briefgeb%C3%BChren_in_Deutschland\">\u00a0<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>1974:<\/strong> <strong>50 Pfennig<\/strong> \u2013 der Standardbrief verteuerte sich erneut um zehn Pfennig.<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liste_der_Briefgeb%C3%BChren_in_Deutschland\">\u00a0<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>1979:<\/strong> <strong>60 Pfennig<\/strong> \u2013 zum Jahresbeginn stieg das Briefporto auf 60 Pfennig.<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liste_der_Briefgeb%C3%BChren_in_Deutschland\">\u00a0<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>1982:<\/strong> <strong>80 Pfennig<\/strong> \u2013 der Sprung von 60 auf 80 Pfennig bedeutete einen vergleichsweise kr\u00e4ftigen Anstieg.<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liste_der_Briefgeb%C3%BChren_in_Deutschland\">\u00a0<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>1989:<\/strong> <strong>1,00 D-Mark<\/strong> \u2013 erstmals kostete der Standardbrief eine volle Mark.<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liste_der_Briefgeb%C3%BChren_in_Deutschland\">\u00a0<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>1992:<\/strong> <strong>1,00 D-Mark<\/strong> \u2013 der Preis blieb nach der Wiedervereinigung zun\u00e4chst unver\u00e4ndert.<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liste_der_Briefgeb%C3%BChren_in_Deutschland\">\u00a0<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>1997:<\/strong> <strong>1,10 D-Mark<\/strong> \u2013 die Deutsche Post erh\u00f6hte das Standardporto um zehn Pfennig.<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liste_der_Briefgeb%C3%BChren_in_Deutschland\">\u00a0<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>2002:<\/strong> <strong>56 Cent<\/strong> \u2013 mit der Einf\u00fchrung des Euro entsprach das bisherige Porto von 1,10 D-Mark rund 56 Cent.<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liste_der_Briefgeb%C3%BChren_in_Deutschland\">\u00a0<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>2003:<\/strong> <strong>55 Cent<\/strong> \u2013 ungew\u00f6hnlicherweise sank der Preis zun\u00e4chst um einen Cent.<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liste_der_Briefgeb%C3%BChren_in_Deutschland\">\u00a0<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>2005 bis 2012:<\/strong> <strong>55 Cent<\/strong> \u2013 \u00fcber mehrere Jahre blieb das Standardbriefporto stabil.<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liste_der_Briefgeb%C3%BChren_in_Deutschland\">\u00a0<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>2013:<\/strong> <strong>58 Cent<\/strong> \u2013 nach langer Preisstabilit\u00e4t begann eine Serie h\u00e4ufigerer Erh\u00f6hungen.<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liste_der_Briefgeb%C3%BChren_in_Deutschland\">\u00a0<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>2014:<\/strong> <strong>60 Cent<\/strong>.<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liste_der_Briefgeb%C3%BChren_in_Deutschland\">\u00a0<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>2015:<\/strong> <strong>62 Cent<\/strong>.<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liste_der_Briefgeb%C3%BChren_in_Deutschland\">\u00a0<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>2016:<\/strong> <strong>70 Cent<\/strong> \u2013 innerhalb eines Jahres stieg das Porto um acht Cent.<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liste_der_Briefgeb%C3%BChren_in_Deutschland\">\u00a0<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>2019:<\/strong> <strong>80 Cent<\/strong> \u2013 im Juli folgte die n\u00e4chste gr\u00f6\u00dfere Anpassung.<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liste_der_Briefgeb%C3%BChren_in_Deutschland\">\u00a0<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>2022:<\/strong> <strong>85 Cent<\/strong>.<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liste_der_Briefgeb%C3%BChren_in_Deutschland\">\u00a0<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>2025:<\/strong> <strong>95 Cent<\/strong> \u2013 seit Januar kostet der Standardbrief bis 20 Gramm 95 Cent.<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liste_der_Briefgeb%C3%BChren_in_Deutschland\">\u00a0<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>2027 geplant:<\/strong> <strong>1,15 Euro<\/strong> \u2013 nach dem aktuellen Vorhaben der Deutschen Post soll das Porto nochmals um <strong>20 Cent<\/strong> steigen; daf\u00fcr ist noch die Genehmigung der Bundesnetzagentur erforderlich.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders auff\u00e4llig ist der langfristige Vergleich: Von <strong>20 Pfennig im Jahr 1948<\/strong> bis zu <strong>95 Cent im Jahr 2025<\/strong> hat sich der nominale Preis vervielfacht. Mit der geplanten Erh\u00f6hung auf <strong>1,15 Euro im Jahr 2027<\/strong> w\u00fcrde erstmals die Marke von einem Euro deutlich \u00fcberschritten. Die Vergleichbarkeit \u00fcber fast acht Jahrzehnte ist allerdings eingeschr\u00e4nkt, weil sich Kaufkraft, W\u00e4hrung, L\u00f6hne und postalische Rahmenbedingungen stark ver\u00e4ndert haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Briefversand in Deutschland soll zum Jahreswechsel deutlich teurer werden. Die Deutsche Post plant, das Porto f\u00fcr einen Standardbrief ab 2027 um 20 Cent auf 1,15 Euro anzuheben. Damit w\u00fcrde der Preis erstmals deutlich \u00fcber der Marke von einem Euro liegen. Auch andere Briefarten sollen teurer werden. 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